Eigensicherung bei Feuerwehr und Rettungsdienst

Eigensicherung bei Feuerwehr und Rettungsdienst

 

Der Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ist geprägt von gewohnten Handlungsabläufen und Routine. Immer häufiger kommt es jedoch zu gewalttätigen Übergriffen auf Helfer. Was passiert, wenn die Einsatzstelle von Konflikten und Gefahren gekennzeichnet ist oder sich die Einsatzlage plötzlich verändert – durch Patienten, die unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stehen oder während einer psychiatrischen Zwangseinweisung. Besondere Einsatzstrategien sind nun erforderlich. Neben dem Patienten muss die Aufmerksamkeit dem umgebenden Raum, den dort befindlichen Personen und deren Verhalten gelten.

Um in gefährlichen Einsatzlagen schnell und richtig handeln zu können, sind Sicherheitstrainings besonders wichtig. Neben den theoretischen und rechtlichen Grundlagen und erhöhter Achtsamkeit, ist gerade das Training von Verhaltensabläufen wesentlich, um diese dann im Ernstfall als Reflex-Reaktion richtig abzurufen. Darum werden Seminare zum Selbstschutz für Rettungsdienste und Feuerwehren immer mehr angeboten.

Zusätzlich gibt es Bücher, die das richtige Verhalten in kritischen Situationen zum Thema haben. Zum Beispiel Eigensicherung im Rettungsdienst (Herausgeber Hermann Friedrich) . Schwerpunkte liegen hier unter anderem in den Aspekten Einsatzvorbereitung und –kommunikation, Annäherungsverhalten bei gefährlichen Lagen, Sicherungspflicht, Psychologie der Eigensicherung und Einsatzkompetenz, Strategien des Rettungsdienstes an Brandeinsatzstellen, Gefahren während der technischen Rettung und Eigensicherungsverhalten beim Einsatz des Rettungshubschraubers.

Oder das Buch Gib der Gewalt keine Chance (Autor Michael Steil). Es nennt Ursachen für aggressives Verhalten und erklärt, wie man effektiv gegensteuern kann. Das Ziel des Buches ist es die Einsatzkraft mit dem Wissen und Handwerkszeug auszustatten, um sich und andere vor Gewalt und Aggression zu schützen.

Wichtig für den Selbstschutz ist natürlich auch eine entsprechende Ausrüstung wie die neue Stichschutzweste. Diese kann bequem und dezent unter dem Pullover oder der Einsatzjacke getragen werden. Eine 0,5 mm starke Metalleinlage mit mehrlagigem Textil-Aufbau schützt den Träger im Brust-, Bauch- und Rückenbereich und bringt so mehr Sicherheit in den Einsatzalltag.


Bildquelle: Medical Tactics